Runische Schriftsysteme

Da die Runen eine lange Zeit in Gebrauch waren und die Völker, die sie als Schrift benutzten über große Teile Europas und Asiens verstreut lebten, haben sich in Raum und Zeit Unterschiede in der Bedeutung, der Anzahl und der Form der Runen gebildet. Neben diesen Unterschieden gibt es jedoch auch viele Übereinstimmungen, die auf das gemeinsame Kulturerbe der Runenvölker hinweisen.

Altes Runenalphabet

Die 24 sogenannten "ältesten Runen", welche die Grundlage für diese Seiten darstellen, werden später noch ausführlich beschrieben und dargestellt. Neben dieser Reihe gibt es jedoch auch noch einige andere Runen-Alphabete.

Die angelsächsischen Runen

Die 33 angelsächsischen Runen sind jüngeren Urprungs als die germanischen Runen und es ist nicht auszuschließen, daß die Erweiterung des Alphabetes mit der Übernahme keltischer Einflüsse einherging.

Die nordischen Runen

Das nordische Runen-Futhark umfaßt dagegen nur 16 Runen und wird in einer leicht erweiterten (18-er Futhark) Fassung z.B. von Karl Spiesberger in seinem Buch "Runenmagie" in praktischer Form behandelt.

Weitere Runenreihen

Neben den drei erwähnten Futharks, gibt es auch noch verschiedene gothische Runenreihen, welche z.B von Bischof Vulfila, einem der ersten gothischen Bischöfe überhaupt, in Form der möso-gothischen Runen mit griechischen Zeichen vermischt wurden. Vulfila ordnete den Runen auch die Zahlwerte des hebräischen Alphabetes zu, obwohl er dessen Zeichen nicht verwendete.

Gothisches Futhark

Jeder Buchstabe des hebräischen Alphabetes hat einen ganz bestimmten Zahlwert. Die Zahlen und ihre Bedeutungen wurden in einem System verwendet, das sich "Kabbalah" nennt. Jede Zahl hat in der Kabbalah eine Bedeutung und diese Bedeutung kann nun wieder den Runen zugeordnet werden. Dazu mehr im Kapitel über Runen und Tarot.

Welsches Barden-Alphabet

Zuletzt möchte ich noch das "Welsche Barden-Alphabet" erwähnen. Die Barden waren Sängermagier. Bei den Kelten nahmen sie eine besondere Stellung ein und haben sich seit urdenklichen Zeiten eine eigene Schrift bewahrt. Sie nannten ihre Zeichen "Coelbren" (Zeichenstäbe). Bei diesen Runen wird die Verbindung zwischen keltischem und angelsächsischem Kulturgut besonders gut sichtbar.

Es gibt verschiedene, unterschiedliche Runenreihen, auch Futhark genannt, die Übereinstimmungen aufweisen.

Die Entstehung der Runen Das Hagal-Sechseck